Im klassischen I Ging gibt es zunächst nur zwei Zustände: die durchgezogene Linie (Yang) und die gebrochene Linie (Yin). Das ist die erste Polarization aus dem formlosen Urzustand – die Urspannung zwischen Licht und Dunkel, Expansion und Kontraktion, Ausbreitung und Sammlung. Diese beiden Pole heißen im System „Altes Yang“ und „Altes Yin“. Rein und undifferenziert. Wie Nord- und Südpol eines Magneten, bevor man fragt, wie das Feld zwischen ihnen fließt.
Aus dieser ersten Polarisierung entsteht eine zweite Ebene – durch die Frage: Verhält sich diese Energie substanziell, ruhend in sich? Oder überträgt sie sich, breitet sie sich aus? Jeder der beiden Pole spaltet sich dadurch in ein Paar. Das Ergebnis sind vier Urqualitäten. Nicht vier Dinge – vier Energiezustände, die gemeinsam das gesamte Spektrum der physikalischen Welt abdecken.




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